Über Futterhanf

Futtermittel

Futtermittel und Nutztiere sind die Grundlage für die Erzeugung von Lebensmitteln tierischer Herkunft. Demnach sind die Futtermittel nicht nur Energie- und Nährstofflieferanten, sie können die Lebensmittelqualität in unterschiedlicher Weise beeinflussen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der gesundheitlichen Unbedenklichkeit der Futtermittel für Tiere und Konsumenten. Die Anforderungen an die Qualität der Futtermittel müssen sich an die Sicherheit der mit ihnen hergestellten Lebensmittelns tierischen Ursprungs orientieren.

Es ist bestbekannt und unbestritten, dass Nahrungshanf Mensch und Tier gut ernährt, deren Gesundheit verbessert und die Leistung steigert.

Von Vorteil ist Futterhanf für die Bauern, welche daraus einen beachtlichen finanziellen und auch sonstigen Nutzen ziehen, wie bessere Kartoffeln ohne Fäulnis, fruchtbarere Kühe, mehr und reichere Milch, verlustfreie Schweinezucht und allgemein weniger Dünger, viel weniger Chemie und damit auch weniger Umweltverschmutzung – dies dank der gesundheitlichen Wirkung des heimischen Hanfs auf Acker, Pflanzen und Tiere.

Futterhanf & Laktation

Ob in Form von Grünpflanzen, Silo, Rund- und Quaderballen oder Mehl verfüttert, über den einheimischen Futterhanf hört man nur Gutes, …so zum Beispiel, dass er die Laktation erheblich verbessert . Sein überdurchschnittlich grosser Nährwert, die gute Faserhaltigkeit, die folglich erhöhte Kautätigkeit mit einsetzender, grösserer Speichelproduktion und nicht zuletzt die leicht beruhigende Wirkung – das Wiederkäuen erfolgt gründlicher – sind für das gute Resultat verantwortlich, das sich in der Regel schon ab einem halben Kilogramm TS/Tag/Tier bei der Hanfütterung einstellt. Die gesteigerte Fett- und Proteinhaltigkeit macht die Milch wertvoller. S. Klossner aus Horboden im Simmental (BE) hat es im eigenen Stall bestätigt gesehen: “Als sie zum ersten mal heimischen Futterhanf frassen, brachten es meine Simmentaler auf 10,5 % Fett und Protein, besser als eine Jersey .“ So auch Milchproduzent und Rinderzüchter Stefan Selinger in Turbenthal (ZH): “Den Futterhanf (sativa non-indica, zweihäusig) hatte ich am 17. Juli als Zwischenfrucht ausgesät. Ich habe Jersey-Kühe, amerikanischer Typ. Im August 2004 gab es bei mir eine Milchkontrolle des Braunviehverbands. Resultat wie üblich: 3,83 % Eiweiss und 5,10 % Fett. Total: 8,93 % . Am nächsten Tag fing ich an, jeder Kuh täglich 4 kg Hanfpflanzen zu verfüttern. Drei Tage später Kontrolle in der Käserei: 4,04 % Eiweiss und 5,78 % Fett. Total: 9,82 %. In nur drei Tagen 5,1 % mehr Eiweiss und 10,3 % mehr Fett! Ich konnte es kaum glauben und doch: Ende September hatte meine Milch 4,52 % Eiweiss (+ 19 %), 6 % Fett (+ 17 %), Total: 10,52 %. Ich sammle 20 kg mehr Tagesmilch (16 Kühe) ein und bekomme jetzt 10 % mehr Milchgeld ausbezahlt. Mit der Milch mache ich auch Käse. Vorher war die Ausbeutung 13 – 14 %, heute dank Futterhanf ist es 17 – 18 %. Die gute Laktation bleibt erhalten dank ½ kg/Kuh/Tag Hanfwürfel (mit einem sagenhaften 75 % an Polyensäuren im Gesamtfett). Hanfgeschmack in der Milch? Nein. THC in der Milch? Spuren im Zehnmillionstelbereich, nicht der Rede wert. Und die Tiere? Die Fresslust ist gross, die Wiederkäutätigkeit besser, die Kauschläge sind von 50 – 65 auf 72 – 88/Minute gestiegen, Harnstoff und Zellzahlen um die Hälfte gesunken. Ja, ich freue mich auf den Anbau im nächsten Jahr: Heimischer Futterhanf ist von meinem Betrieb nicht mehr wegzudenken. “ Nota bene: 1ha Futterhanf (Saatgut Fr. 380.–) genügt für drei Dutzend Kühe/Jahr.

Futterhanf & ungesättigte Fettsäuren

Das Fett in der Milch ist das leichteste, am besten verdauliche Nahrungsfett. Nach Ansicht der Mensch- und Tierernährungs- wissenschaftler sollen unsere Nahrungsfette reichlich mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, weil der menschliche/ tierische Organismus diese Stoffe nicht selbst aufbauen kann. Sie intensivieren den Stoffwechsel und verhindern die Bildung von Schlacken im Körper. Neben der Butter enthalten auch Pflanzenöle diese Fettsäuren. Neben Sonnenblumenöl, Distelöl und Leinöl hat der heimische Futterhanf den höchsten Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Polyenfettsäuren). Bedeutung der Polyensäuren Linol- und Linolensäuren sind die wichtigsten Polyensäuren. Sie sind Grundbausteine für die Bildung von lebensnotwendigen Metabolismus(Stoffwechsel-)substanzen. Es sind also essentielle Fettsäuren. Da sie im Menschen- oder Tierkörper nicht gebildet werden können, müssen sie mit der Nahrung zugeführt werden. 1 kg Vollhanfpflanzenwürfel(Ausgangsmaterial) ergibt: 17,7 g Gesamtfett, davon 75 % ungesättigte Fettsäuren ( 13,6 g ) und 22,8 % gesättigte Fettsäuren( 4,1 g ). Ungesättigte Fettsäuren (13,6 g): Polyenfettsäuren 11,7 g (C18:2 Linolsäure 5,9 g , C18:3 Linolensäure 5,1 g , C18:4 Parinarsäure 0,3 g ) Monoenfettsäuren 1,9 g (Myristoleinsäure 0,4 g , Ölsäure 1,5 g ) Gesättigte Fettsäuren (4,1 g): C16:0 Palmitinsäure 3,1 g , C18:0 Stearinsäure 0,3 g , C20 Arachinsäure 0,2 g , C22:0 Behensäure 0,2 g Hanffutterwürfel, in Mengen von ½ kg bis 1 kg/GVE/Tag verfüttert, heben den Anteil der ungesättigten Fettsäuren auch im Winter an. Dadurch können saisonale Unterschiede in der Milchfettzusammensetzung ausgeglichen werden .Speichelfluss Mit Hanffutter wird das Wiederkäuen erhöht und somit auch der Speichelfluss, was die Pansensäure bis zu einem gewissen Punkt neutralisiert. Zellzahlen Hohe Zellzahlen ist die Abwehreaktion der Kuh gegen eine Infektion. Mit Hanffutter sinken die Zellzahlen in bedeutender Weise. Dieses Resultat erklärt sich damit, dass die Hanfpflanze grundsätzlich eine Heilpflanze ist mit antiseptischer Wirkung. Polyensäuren und Schweinezucht Zu hohe Gehalte an Polyensäuren im Futter können Verfärbungen des Rückspecks verursachen. Der Orientierungswert von 
20 g Polyensäure je kg Mastfutter (bei 88 Prozent Ts) ist nicht zu überschreiten.

Futterhanf & Stressfreiheit

Schweinezüchter Martin Häberli in Bärfischenhausen (BE) informiert:„In einer Box mit 40 Mastsauen hatte die Hälfte verbissene Ohren und Schwänze. Kannibalismus pur – und in einigen Tagen mussten sie zum Schlachthof. Aus Erfahrung wusste ich, da habe ich ein grosses Problem. Was machen? Ich hatte von den stressabbauenden Hanfwürfeln gehört, kaufte davon, gab sie den Sauen und siehe da, nach nur 36 Stunden herrschte allgemeine Ruhe und das Problem war gelöst. Ich erstaunte nicht wenig und schliesslich verlor ich kein Geld.“ Verweigert ein Jungrind die Melkmaschine, weiss Bäuerin Binggeli aus Mamishaus (BE) zu berichten: “Wir geben ihm SanaSativa®-Hanfwürfel und eine Stunde später lässt sich das Rind melken, so ruhig wie eine langjährige Milchkuh.“ Und noch:

  • War Ihnen bekannt, das Futterhanf die Stierigkeit aufleben lässt, die Besamung zielsicherer wird, Fruchtbarkeitsstörungen aufgehoben werden?
  • Wussten Sie, daß die Hanfkörner des hohen Nährstoffgehalts und der relativ guten Verdaulichkeit wegen “den Pferden ein besseres Aussehen und ein glattes, glänzendes Haar verleihen, und beim Geflügel der Geschlechtstrieb und die Legeleistung angeregt werden “? So zu lesen in einem hundertjährigen Lehrbuch – heute wiederum Realität im Stall.
  • So freudwüchsige Ferkel habe ich noch nie gesehen “, sagt W. Schätti, Tuggen (SZ). Hanffutter, ein hochwertiger Proteinträger, verströmt einen guten, oft süsslichen Geschmack, so dass die Ferkel gerne zulangen.
  • O. Gassmann aus Murist (FR) erzählt von seiner ersten Erfahrung beim Umstallen: “Ich verfütterte SanaSativa®-Hanfwürfel [100g pro 100kg Tier] und siehe da, die Aggressivität war wie weggeblasen, schnell hatte jedes Tier seinen Platz und Rang eingenommen “. Früher gab man Brennesseln, heute geht es besser und bequemer mit Hanfwürfeln. Dank Beigabe von Hanffutter wird das Auftreten von Durchfall minimiert und die Aufnahme von Nährstoffen maximiert.

Diese Aussagen bestätigen, was allgemein bekannt ist: Mit Futterhanf verbessert sich die Tierhaltung merkbar

Anbau für den Eigenbetrieb
Auch Sie haben die Möglichkeit, im nächsten Jahr einheimischen Futterhanf, diese vielbesprochene, standfeste, robuste und ertragsreiche Kultur auf eigenem Boden anzubauen und endlich persönlich kennen zu lernen. Was nicht zu unterschätzen ist: Futterhanf ist eine schöne Pflanze, sie riecht auch sehr gut und davon ein ganzes Feld voll zu sehen, ist eine Augenweide. Probieren geht über studieren! Seit 1994 schon werden Futterwürfel aus Bauernhanf hergestellt. Viele Bauern haben die gute Erfahrung schon gemacht. Bauen auch Sie in eigener Regie einen Streifen Futterhanf an! Die Anbautechnik ist einfach, die Kosten gering und der Gewinn ist beachtlich, denn Futterhanf ist wiederkäuergerecht (Rohfaser: 311 g/kg/TS), nahrhaft (Rohprotein:158 g/kg TS , NEL: 7,9 MJ/kg TS; APD: 110 g/kg TS) und mineralreich (Ca: 29 g/kg TS, P: 6,2 g/kg TS, K: 25,9 g/kg TS, Fe: 335 mg/kg/TS).

Bewilligungsfreier Anbau 
Die meisten Landwirte/innen möchten gar so gerne mit heimischem Futterhanf probieren. Die Frage jedoch, die ihnen am meisten unter den Nägeln brennt, lautet: “Ist das mit Bauernhanf wirklich ganz legal? ” Die Antwort ist: “Ja, zu 100 %! ” Ja, der zweihäusige Bauernhanf ist frei im Anbau und im landwirtschaftlichen Gebrauch (Code 533 im Eidg. Flächenanmeldungsformular; Flächenbeitrag Fr. 1’500.–/ha). 
“Es gibt in der Schweiz keine Anbaubewilligungspflicht und damit auch keine Liste, die sagt, welcher Hanf angebaut werden kann und welcher nicht ” (V. Roschacher, Bundesanwalt). Noch letzthin urteilte das Kantonsgericht Freiburg: “Es ist unbestritten, dass der [Bauern]Hanf ein gutes, legales Futtermittel ist. “ 
Jeder anerkannte Landwirt mit Betriebsnummer kann also einheimischen Futterhanf anbauen und verwerten so viel er will, ohne um Erlaubnis fragen oder eine Bewilligung einholen zu müssen.

THC 
Mit THC (Tetrahydrocannabinol), diesen vielbesprochenen Wirkstoff, muss sich der Bauer nicht herumschlagen, denn im Futterhanf gibt es kein THC . THC entsteht nämlich nur dann, wenn der Hanf über 250° C (Rauchen) erhitzt wird, und eine solche Hitze kommt beim Futterhanf nicht vor. THC ist somit für den Bauern absolut kein Thema, weder was das Gesetz noch die Tier-und Menschengesundheit anbelangt. Anders lautende Informationen sind Falschaussagen. Saatgut
Seit 10 Jahren gleichbleibendes und qualitativ ausgewogenes, für tiefere sowie höhere Lagen stabil erwiesenes Bauernhanf-Saatgut. 1000 Korn-Gewicht: 20 – 30 g . Durchmesser 2,5 mm . Probieren geht über studieren: Unser heimischer Futterhanf hält seine Versprechen – auch Ihrem Vieh gegenüber!