Mitteilung 24.04.2006 – Die Verfütterung von heimischem Hanf an Nutztieren ist nicht strafbar

Thurgau: Die Verfütterung von heimischem Hanf an Nutztieren ist nicht strafbar
Rechtskräftiger Justizentscheid – BLW & BR Deiss verlieren

Wir bestätigen Ihnen, dass Ihre Hanfernte, die zu Pellets verarbeitet wurde, keinem Verfütterungsverbot unterliegt“, so das Schreiben vom 7. April 2006 des Bezirksstatthalters von Weinfelden an einen Bauern, dem er zuvor den Hanf beschlagnahmt hatte. Der Entscheid ist rechtskräftig, die Staatsanwaltschaft hat dagegen keinen Rekurs erhoben.

Auch der Chef des Thurgauer Landwirtschaftsamts, Hr. Stettler, ist damit einverstanden: „Ja, das stimmt, der Bezirksstatthalter hat mich angerufen und ich habe ihm bestätigt, dass die Hanffütterung nicht strafbar ist. Auch ich habe mich getäuscht und ich entschuldige mich in aller Form bei allen Thurgauer Landwirten, die von mir leider falsch informiert wurden.“

Entgegen den Behauptungen des BLW, dem noch vor einigen Tagen ein juristisch ungeschulter St. Galler Einzelrichter zum Opfer gefallen war, ist das Verfüttern von Hanffutter nicht strafbar.

Die von BLW Vizedirektor Morel in Eigeninitiative landesweit verbreitete, von Landwirtschaftschef Deiss blauäugig aufgenommene und von der landwirtschaftlichen Presse unkritisch breitgeschlagene Mähr von THC-Milchverschmutzung durch Hanffütterung hält einer seriösen Betrachtung nicht stand. Laut Landwirtschaftgesetz kann heimischer Hanf (sativa non-indica), da es erwiesenermassen ein gesundheitsförderndes Futtermittel ist, nämlich von Gesetzes wegen nicht eingeschränkt werden. Es wird vermutet, dass BLW-Vize Morel seinen Antihanf-Aktivismus mit persönlichen Bereicherungsabsichten führt.